Der Gran Prix der Volkmusik und die Schweiz

Die Schweiz gilt schon immer als eines der europäischen Länder, in denen die volksmusikalische Tradition gepflegt und gehegt wird. Schon immer galt die kleine Alpenrepublik als ein Mekka der volkstümlichen Bräuche und Musikgenüsse und so ist natürlich ach die Schweiz eng mit der Geschichte des Gran Prix der Volksmusik verbunden. Denn als Teil der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der musikalischen Unterhaltung war es eben auch immer wieder der Schweizer SF DRS Sender, der an der Ausstrahlung und Veranstaltung des Gran Prix gemeinsam mit dem österreichischen ORF, dem deutschen ZDF und dem Südtiroler Rai Sender Bozen beteiligt war und so den Gran Prix überhaupt erst möglich machte.

Der Gran Prix und die Schweiz
So also war die Schweiz vom ersten Tag an ein wichtiger Teil des großen Gran Prix der Volksmusik und fast als wollte die kleine Alpenrepublik den Beginn einer eindrucksvollen Geschichte krönen, da war es eben auch die Schweiz, die im ersten Jahr, genauer gesagt 1986 in Wien mit „Bella Musica“ den Titel in die Schweiz holte.

Ja der Auftakt war der Schweiz wahrlich gewonnen und doch sollte dieser erste Sieg des Gran Prix noch lange nicht alles sein. Nein in 25 Jahren Gran Prix Geschichte, in einem viertel Jahrhundert volkstümlicher Musik, da schaffte es die Schweiz mit acht siegen die meisten Siege überhaupt zu erreichen. Acht Mal fand der Titel des Gran Prix der Volksmusik seinen Weg in die Schweiz. Sogar einmal mehr, als der Gran Prix in Zürich zu Gast war. Eine wahrlich beeindruckende Erfolgsgesichte, die die Schweiz sicherlich ihren volkstümlichen Musikanten zu verdanken hatte. Denn es waren Künstler wie Nella Martinettei, Maja Brunner, Geraldine Olivier und Francine Jordie die immer wieder aufs Neue zu zeigen wusste, wie schön Volksmusik in der Schweiz doch sein konnte.

Die Schweiz als der heimliche Star des Gran Prix
So also war es in einem viertel Jahrhundert Gran Prix Geschichte die Schweiz, die mit den meisten Siegen ein ganz beträchtliches Stückchen Gran Prix und Volksmusikgeschichte schrieb und auch wenn der Gran Prix 2010 dort endete, wo er 1986 begonnen hatte, so kann die Schweiz doch sicherlich zu Recht auf eine mehr als beeindruckende Gran Prix Geschichte zurückblicken, denn weder Österreich noch Deutschland und auch nicht Südtirol vermochten es der Schweiz die meisten Gran Prix Siege abspenstig zu machen.

Die Sieger beim Grand Prix der Volksmusik

  • 1986 (Wien): Nella Martinetti (Schweiz) – „Bella Musica“
  • 1987 (Hannover): Maja Brunner (Schweiz) – „Das kommt uns spanisch vor“
  • 1988 (Zürich): Original Naabtal Duo (Deutschland) – „Patrona Bavariae“
  • 1989 (Linz): Stefan Mross (Deutscher für Österreich startend) – „Heimwehmelodie“
  • 1990 (Saarbrücken): Kastelruther Spatzen (Südtiroler für Deutschland startend) – „Tränen passen nicht zu dir“
  • 1991 (Innsbruck): Alpentrio Tirol (Österreich) – „Hast a bisserl Zeit für mi“
  • 1992 (Zürich): Stefanie Hertel (Deutschland) – „Über jedes Bacherl geht a Brückerl“
  • 1993 (Rostock): Die jungen Klostertaler (Österreich) – „An a Wunder hob i g’laubt“
  • 1994 (Zürich): Henry Arland mit Hansi und Maxi (Deutschland) – „Echo der Berge“
  • 1995 (Wien): Geraldine Olivier (Schweiz) – „Nimm dir wieder einmal Zeit“
  • 1996 (Mainz): Daniela und Dirk (Schweiz) – „Monte Cristallo“
  • 1997 (Zürich): Sandra Weiss (Schweiz) – „Ich suche nicht das Paradies“
  • 1998 (Wien): Francine Jordi (Schweiz) – „Das Feuer der Sehnsucht“
  • 1999 (Erfurt): Monique (Schweiz) – „Einmal so, einmal so“
  • 2000 (Zürich): Oswald Sattler & Jantje Smit (Südtirol) – „Ich zeig dir die Berge“
  • 2001 (Wien): Marianne Cathomen (Schweiz) – „Hey Baby, küss mich noch mal“
  • 2002 (Meran): Nockalm Quintett & Stephanie (Österreich) – „Dort auf Wolke Sieben“
  • 2003 (Rust): Marc Pircher (Österreich) – „Hey Diandl, spürst es so wia i“
  • 2004 (Wien): Die Ladiner (Südtirol) – „Beuge dich vor grauem Haar“
  • 2005 (Zürich): Die Psayrer mit Barbara (Südtirol) – „Berge im Feuer“
  • 2006 (München): Rudy Giovannini, Belsy und der Coro Monti Pallidi (Südtirol) – „Salve Regina“
  • 2007 (Wien): Sigrid & Marina mit den Zillertaler Haderlumpen (Österreich) – „Alles hat zwei Seiten“
  • 2008 (Zürich): Die Klostertaler (Österreich) – „Heimat ist dort wo die Berge sind“
  • 2009 (München): Vincent und Fernando (Südtirol) – „Der Engel von Marienberg“
  • 2010 (Wien): Belsy und Florian Fesl (Deutschland) – „I hab Di gern“

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