Österreich und die Geschichte des Gran Prix der Volksmusik

Schon seit Generationen ist die Volksmusik ein fester Bestandteil der österreichischen Musikkultur. Einfach überall in der kleinen Alpenrepublik findet man die Volksmusik wieder. Gleich ob in Tirol, Kärnten, der Steiermark oder aber einem anderen Bundesland. Überall da wo die Menschen in Österreich zusammenkommen und feiern, da findet man auch immer wider die Volksmusik und so verwundert es sicherlich weniger, dass Österreich eine enge Bindung an den Gran Prix der Volksmusik hatte.

Österreich und der Gran Prix – so begann es!
Doch wie begann sie eigentlich, die Geschichte von Österreich und dem Gran Prix der Volksmusik? Nun begonnen hat es mit dem ersten Grand Prix der Volksmusik der – wie sollte es anders sein – in Wien, der Hauptstadt Österreichs, stattfand und für Aufsehen in der kleinen Alpenrepublik sorgte. Ja schon damals, als der Grand Prix 1986 zum ersten Mal stattfand, da war Österreich eng mit der Geschichte des Grand Prix verbunden. Denn als der Grand Prix ins Leben gerufen wurde, da war als Koproduktion von ORF, ZDF, SF DRS und Rai Sender Bozen geboren und so verband Österreich schon vom ersten Jahr an eine enge Beziehung zum Gran Prix der Volksmusik.

Doch natürlich war es nicht nur der Anfang des Gran Prix in Wien und der Fakt, dass der ORF als Teil der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der musikalischen Unterhaltung den Gran Prix ins Leben gerufen hatte, nein auch die über die Jahre hinweg immer wieder errungene Siege der österreichischen Volksmusikstars, stärkten die Bindung der österreichischen Volksmusik zum Grand Prix. So waren es Volksmusikstars wie Stefan Mross, das Alpentrio Tirol oder aber die jungen Klostertaler die schon in den ersten sechs Jahren den Titel nach Österreich holten. Doch auch später war Österreich immer wieder ganz vorne dabei, wenn es darum ging, den Titel des Gran Prix der Volksmusik nach Österreich zu holen.

Österreichs erfolgreiches Résumé
Denn in insgesamt 25 Jahren, in denen der Gran Prix der Volksmusik ausgetragen wurde, da schaffte Österreich es sage und schreibe sieben Mal den Titel nach Österreich zu holen und so war es Österreich jenes Land, welches nach der Schweiz die meisten Siege für sich beanspruchen konnte. So waren es also sicherlich immer wieder die Siege beim Grand Prix der Volksmusik, die die enge Bindung zur Geschichte des Gran Prix aus österreichischer Sicht festigten und die noch heute so manchen Volksmusikfan gerne an die Zeiten des Gran Prix der Volksmusik zurückdenken lassen.

Die Sieger beim Grand Prix der Volksmusik

  • 1986 (Wien): Nella Martinetti (Schweiz) – „Bella Musica“
  • 1987 (Hannover): Maja Brunner (Schweiz) – „Das kommt uns spanisch vor“
  • 1988 (Zürich): Original Naabtal Duo (Deutschland) – „Patrona Bavariae“
  • 1989 (Linz): Stefan Mross (Deutscher für Österreich startend) – „Heimwehmelodie“
  • 1990 (Saarbrücken): Kastelruther Spatzen (Südtiroler für Deutschland startend) – „Tränen passen nicht zu dir“
  • 1991 (Innsbruck): Alpentrio Tirol (Österreich) – „Hast a bisserl Zeit für mi“
  • 1992 (Zürich): Stefanie Hertel (Deutschland) – „Über jedes Bacherl geht a Brückerl“
  • 1993 (Rostock): Die jungen Klostertaler (Österreich) – „An a Wunder hob i g’laubt“
  • 1994 (Zürich): Henry Arland mit Hansi und Maxi (Deutschland) – „Echo der Berge“
  • 1995 (Wien): Geraldine Olivier (Schweiz) – „Nimm dir wieder einmal Zeit“
  • 1996 (Mainz): Daniela und Dirk (Schweiz) – „Monte Cristallo“
  • 1997 (Zürich): Sandra Weiss (Schweiz) – „Ich suche nicht das Paradies“
  • 1998 (Wien): Francine Jordi (Schweiz) – „Das Feuer der Sehnsucht“
  • 1999 (Erfurt): Monique (Schweiz) – „Einmal so, einmal so“
  • 2000 (Zürich): Oswald Sattler & Jantje Smit (Südtirol) – „Ich zeig dir die Berge“
  • 2001 (Wien): Marianne Cathomen (Schweiz) – „Hey Baby, küss mich noch mal“
  • 2002 (Meran): Nockalm Quintett & Stephanie (Österreich) – „Dort auf Wolke Sieben“
  • 2003 (Rust): Marc Pircher (Österreich) – „Hey Diandl, spürst es so wia i“
  • 2004 (Wien): Die Ladiner (Südtirol) – „Beuge dich vor grauem Haar“
  • 2005 (Zürich): Die Psayrer mit Barbara (Südtirol) – „Berge im Feuer“
  • 2006 (München): Rudy Giovannini, Belsy und der Coro Monti Pallidi (Südtirol) – „Salve Regina“
  • 2007 (Wien): Sigrid & Marina mit den Zillertaler Haderlumpen (Österreich) – „Alles hat zwei Seiten“
  • 2008 (Zürich): Die Klostertaler (Österreich) – „Heimat ist dort wo die Berge sind“
  • 2009 (München): Vincent und Fernando (Südtirol) – „Der Engel von Marienberg“
  • 2010 (Wien): Belsy und Florian Fesl (Deutschland) – „I hab Di gern“

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